Dinge in Bewegung bringen

Nach diesem Motto gestalteten Teilnehmende im Rahmen des Projektes „Kultur für alle!“ der bequa Flensburg einen kleinen Stop-Motion-Film. Als Erstes brauchte es eine Idee, die in einer kreativen Runde gemeinsam erarbeitet wurde. Da das Projekt „Kultur für alle!“ auch den „Kulturschlüssel im Norden“ umsetzt, war schnell klar, dass der Film einen Bezug zum Erleben von Kultur und Gemeinschafft beinhalten soll. Dabei wollte sich die Gruppe von realen Situationen, Figuren und Umgebungen lösen, um in der Umsetzung möglichst kreativ sein zu können.

Es entstand die Idee eines einsamen Waldbewohners, der sich auf die Reise macht, etwas zu erleben. Tollpatschig, aber doch mutig, überwindet er auf seinem Weg so manches Hindernis und trifft auf so manchen Weggefährten. Am Ende ergibt sich für die neu gefundene Gemeinschaft ein schönes musikalisches Miteinander, das gerne wiederholt werden darf.

Nach der Theorie ging es in die Praxis. Die Gruppe entschied sich für den Stop-Motion-Film die sogenannte Lege-Technik anzuwenden. Das bedeutet, es wurden selbsterstellte Figuren und Naturmaterialien auf eine Tischplatte gelegt und mit Hilfe eines Stativs und eines Tablets von oben herab abfotografiert. Acht Bilder pro Sekunde benötigte es, um die Dinge in Bewegung zu bringen. Es gehen natürlich noch mehr Bilder, wodurch Bewegungen noch flüssiger dargestellt werden könnten, doch acht Bilder war für die Mitwirkenden ein guter Kompromiss zwischen Aufwand und Ergebnis. Insgesamt wurden für den Film 1597 Fotos erstellt und animiert. Um dem Film trotz Tischplatte eine besondere visuelle Tiefe zu geben, wurde zum Großteil auf einer blauen Pappe animiert und diese später im Filmprogramm transparent gemacht bzw. herausgefiltert und durch Naturfotografien ersetzt. Dieses Verfahren ist auch als „Chroma-Key“, „Blue- oder Greenscreen“ bekannt, also im Grunde wie in einem Kinofilm… oder bei der Tageschau. Selbsterstellte Geräusche hauchten im Anschluss den fertig animierten Figuren zusätzliches Leben ein.

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Das Ergebnis ist ein kleiner, lebendiger Film, der es für einen kleinen Moment erlaubt, in eine handgemachte, putzige und kreative Welt abzutauchen. Vielleicht inspiriert dieser Film auch den einen oder anderen Menschen, Dinge, die schon viel zu lange stillstehen, in Bewegung zu bringen und dabei etwas Schönes zu erschaffen.